Eisenbahnfreunde Solingen e.V.

 

Spur H0
Spur 0
Spur N

Album
der Spur H0

Den Plan der Anlage können Sie hier downloaden.

Die H0-Anlage

Die Anlage ist im größten Raum des Vereinsheims untergebracht und erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 14,5 * 6,5 Metern. Zusätzlich ist in der Werkstatt des Vereinsheims noch der große zweistöckige Schattenbahnhof untergebracht. So kommt man auf eine Gesamtgrundfläche von ca. 120m². Sowohl die Anlage als auch der Schattenbahnhof basieren auf einem Holzrahmen. Die Anlage selbst ist in einer E-Form gebaut, wobei die Schenkel unterschiedliche Längen aufweisen.

Landschaft / Epoche:

Die Landschaft der Anlage orientiert sich an einer Landschaftsform, die dem Bergischen Land nachempfunden ist. Zeitlich sind die Gebäude und die meisten Ausstattungsobjekte den Epochen III und IV zuzuordnen.
Zur besseren Identifizierung mit der Anlage wurden in die frei gestaltete Landschaft einige markante Solinger Bauten und Plätze integriert. Die wichtigsten sind der Nachbau von Schloss Burg und das Modell Jahn-Kampfbahn aus Solingen - Wald. In der Innenstadt findet sich der Peter-Höfer-Platz aus Solingen - Höhscheid wieder.

Auf dem mittleren Schenkel ist der Hauptbahnhof untergebracht. Er verbindet, zumindest von den Gleisanlagen her, die Hauptstrecke mit den beiden Nebenstrecken. Der Bahnhof umfasst insgesamt 10 Bahnsteiggleise, Abstellbereiche und einen Schrottplatz mit Gleisanschluss. An beiden Enden des Schenkels findet die Stadt ihren Platz. Sie besteht aus einer Altstadt mit Rathaus, Feuerwehr und Marktplatz auf der einen Bahnhofsseite und einer Nachkriegsneubebauung, die auch eine Brauerei beherbergt, auf der anderen. Eine große Fabrik zwischen Bahnhof und Betriebswerk sorgt für Arbeitsplätze. Die Bahnhofseinfahrt wird von einer großen Doppelbogenbrücke aus Stahl überspannt. Sie bildet zusammen mit einer kurz darauf folgenden Stahlkastenbrücke mit hohen torähnlichen Pfeilern die Highlights aus Sicht des Ingenieurbaus. Viele der Gebäude sind Selbstbauten (z.B. Schloss Burg) oder mindestens an ihren jeweiligen Einsatzzweck angepasst.

Auf dem kurzen Schenkel ist ein Betriebswerk der Bahn mit Ringlokschuppen und Versorgungsanlagen für Dampf- und Diesellok errichtet. Ergänzt wird es mit einem Schwellenwerk und einigen Firmengebäuden.
Auf dem längsten Schenkel ist neben landschaftlicher Freifläche ein zweiter Haltepunkt für die Nebenstrecken entstanden. Er ist Verkehrsknoten für ein Dorf mit Stadion und Schloss Burg. Im nahe gelegenen Wald entsteht eine einfache Holzverladestation.

Die Anlage besteht technisch gesehen aus 3 verschieden Strecken, die jeweils eine unterschiedliche technische Ausstattung haben. Eine zweigleisige Hauptstrecke und zwei parallel verlaufende eingleisige Nebenstrecken. Einen weiteren Betriebsbereich bildet das Bahnbetriebswerk.

Hauptstrecke:

Die größte zusammenhängende Strecke ist eine zweigleisige Hauptstrecke, die semi-digital und computergestützt gesteuert wird. Diese hat eine Länge von 150m zuzüglich den Gleisanlagen des Schattenbahnhofs, die nochmals 230m (!) ausmachen. Mit ihr wird die gesamte Anlage in einer in sich verschlungenen Acht durchfahren. Die Strecke soll im Endausbau vollständig mit Oberleitung und Lichtsignalen ausgestattet sein, teilweise ist dies schon realisiert.
Gesteuert wird die Anlage mit der Computersteuerung K&P (
http://www.kup-modellbahnsteuerung.de ). Dieses System erlaubt einen blockstellengesicherten Mehrzugbetrieb, ohne dass Lokdecoder benötigt werden. Jeder Zug kann trotzdem über individuelle Fahrwerte mit Brems- und Beschleunigungsrampen vorbildgerecht betrieben werden. Die Überwachung der Zugbewegungen erfolgt über den elektrischen Kontakt der Lok, der Zugbeleuchtung oder eines Brückenwiderstandes. Dies erlaubt beliebige Fahrtrichtungswechsel, ohne dass in die Stromversorgung des Antriebes eingegriffen werden muss. Insgesamt wurden in der Anlage 28 Blockstellen mit zusammen 120 Unterabschnitten verbaut. Auch die Weichenstellung, der Betrieb der Signale und des Schattenbahnhofs, sowie des vollständig selbst entworfenen Gleisbildstellpultes werden durch die Steuerung übernommen.

Der oben erwähnte Schattenbahnhof befindet sich nicht im eigentlichen Anlagenraum, sondern in der angrenzenden Werkstatt. Er wird durch einen Wanddurchbruch angefahren und bietet mit seiner Lage den Vorteil der kurzen Wege bei der Wartung der Fahrzeuge. In zwei Ebenen sind 29 automatische und ein semi-automatisches Reservegleis, sowie ein Durchfahrtsgleis für Züge ohne Stellplatz realisiert. Die Mindestlänge pro Gleis beträgt 4m. Der gesamte Abstellbereich wird mit zwei Videokameras überwacht. Zur Verkürzung der Abrufzeiten wurde der Schattenbahnhof so angelegt, dass Züge parallel aus der oberen und der unteren Ebene abgerufen werden können. Diese warten dann nebeneinander an der Ausfahrt auf die Freigabe zur Einfahrt auf die Hauptanlage
Im Hauptbahnhof ist die Übergabe von Zügen an die Nebenbahn möglich. Dazu werden die entsprechenden Bahnhofsgleise nach der Einfahrt des Zuges von der abgebenden Steuerung komplett auf die aufnehmende Steuerung umgeschaltet, inklusive Weichen- und Signalsteuerung

Die Nebenstrecken:

Die Nebenstrecke besteht eigentlich aus zwei unterschiedlichen eingleisigen Strecken, die parallel geführt sind. Jeweils eine Strecke ist in Wechselstrom-3-Leiter-System und die andere mit Gleichstrom-2-Leiter-Sytem ausgestattet. Sie können beide unabhängig von einander wahlweise analog oder digital (Uhlenbrock Intellibox) betrieben werden. Diese doch sehr aufwendige Konstellation ist der großen Zahl an Mitgliedern und Besuchern geschuldet. Es sind jetzt im Prinzip alle Fahrzeuge auf der Nebenstrecke einsetzbar. Das ist wichtig, da die Nebenstrecken an den Fahrtagen als Gaststrecke fungiert. Die Streckenlänge beträgt jeweils ca. 60m. Die Strecken sind zur Überwachung in jeweils 7 Blockstellen unterteilt. Die Blocksteuerung inkl. Signalsteuerung übernimmt eine SPS-Anlage.

Bahnbetriebswerk:

Das Bahnbetriebswerk ist an die Gleichstromnebenstrecke angeschlossen und damit auch komplett in diesem System erbaut. Nach einer kurzen Zuführungsstrecke werden die Fahrzeuge an die Steuerung des BWs übergeben. Diese Ist zurzeit noch in Arbeit, soll aber vollständig konventionell und damit analog aufgebaut werden. Eine spätere Umschaltmöglichkeit auf die Digitalsteuerung der Nebenbahn ist denkbar, aufgrund der Vielzahl an analogen Vereinsfahrzeuge aber noch nicht vorgesehen.
Innerhalb des Werkes sind alle Behandlungsanlagen, die zur Wartung der Dampf- und Diesellokomotiven benötigt werden vorhanden. Ein Wasserturm sorgt für den notwendigen Flüssigkeitsnachschub.
Die Fahrzeuge selbst können entweder in einem 18-ständigen Ringlokschuppen, einem 3-ständigen Rechteckschuppen oder auf zahlreichen Aussengleisen abgestellt werden.

Die Strecken sind nur im Bereich des Hauptbahnhofes mit Oberleitung versehen. Der Rest der Strecken ist entsprechend dem Vorbild eingleisiger Nebenstrecken in den Epochen III und IV nicht elektrifiziert. Der kleine viergleisige Bahnhof des Dorfes ist im Gegensatz zum Hauptbahnhof mit Formsignalen ausgestattet.
Das Ende der Stecken bilden jeweils in Kehrschleifen. Dies hat den Nachteil, dass Züge jeweils nur kurz zum Kehren „untertauchen“. Deshalb hat die „Märklin“-Strecke in der Kehrschleife unter dem Hbf einen kleinen dreigleisigen Schattenbahnhof, um den Zugbetrieb abwechslungs- reicher gestaltet zu können. Am anderen Ende der Strecke, also hinter dem Dorfbahnhof, befindet sich zudem der Anschluss der Holzverladung.
Das gleiche Problem soll bei der Gleichstromstrecke durch eine unterirdische Verbindungsstrecke gelöst werden. So können die Züge dann wahlweise kehren oder direkt zum anderen Streckenende durchfahren. Auf der Verbindungstrasse sind Ausweich- bzw. Abstellgleise geplant, damit die Zugfolge unbemerkt geändert werden kann.
Im Hauptbahnhof sind für beide Anlagenteile Abstellgruppen vorhanden. Von der Gleichstromstrecke zweigt hier neben einem Verladegleis für eine große Fabrik auch der Anschluss des Bahnbetriebswerkes ab.

Faller Car:

Auch auf den Straßen unserer Modellbahn herrscht ein reger Straßenverkehr bzw. wird noch installiert. Busse, Autos, Feuerwehr und LKW sollen ihre Runden drehen. Alles was dazu nötig ist wird verbaut. Eine Tankstelle, Bushaltestellen, Ampeln und vieles mehr. Gefahren wird mit dem Faller-Car-System. Die Steuerung ist teilweise schon vorhanden wird aber zurzeit ergänzt und umgebaut. Später sollen Busse die Touristen vom Bahnhof zur Burg oder die LKW die Waren von der Fabrik zur Verladung transportieren. Und wenn’s mal brennt rückt die Feuerwehr aus.

Einige Zahlen:
Gesamtlänge der Gleise: ca. 500m
Gesamtzahl der Weichen: 132
parallele Zugfahrten: 20
geplante Signale im Endausbau: ca. 50